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The Best Of Neuroscience

12. Internationales Wissenschaftsforum

Samstag, 19.06.2021

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Die Referenten 2021 im Überblick

12.15 - 13.15 Uhr

Dr. Henning Beck

Biologie des Geistesblitzes?

Wie wir auf neue Ideen kommen und neugierig bleiben

 

Inhalt des Vortrags:

 

Nichts hält uns jünger als die Neugier, die Suche nach neuen Ideen, das Denken neuer Gedanken. Schließlich ist das Gehirn bis heute die einzige Organisation, die überhaupt neuartige Ideen hervorbringen kann. Vom Gehirn lernen heißt daher besser denken lernen – und verstehen, wie ungewöhnliche Einfälle entstehen, die unser Denken frisch und neugierig halten. Doch wie organisiert das Gehirn Wissen und Informationen? Welche Konzepte kann man sich vom Gehirn abschauen, um selbst kreativer zu sein?

 

Dr. Henning Beck, Hirnforscher, Autor und Deutscher Meister im Science Slam, wirft einen spannenden Blick hinter die Kulissen der fehlerhaftesten und gleichzeitig innovativsten Struktur überhaupt auf der Welt: dem Gehirn. Ein streng hierarchisches Unternehmen – ohne Boss. Eine Organisation voller Schwächen – leistungsfähiger als jeder Supercomputer. Ein Netzwerk mit effektiver Informationsübertragung – effektiver als jede auf Produktivität getrimmte Firma. Ein wissenschaftliches Plädoyer für kluge Fehler im Denken, ineffiziente Gedankengänge und den Reiz, Neues zu lernen.

 

 

Über den Referenten:

 

Er ist Neurowissenschaftler und Autor. Er studierte Biochemie in Tübingen. 

 

2012 wurde er an der dortigen Graduate School of Cellular & Molecular Neuroscience promoviert. Er arbeitete an der University of California in Berkeley, wo er für Unternehmen neue Wege entwickelte, um auf gute Ideen zu kommen.

 

Er publiziert regelmäßig in der Wirtschaftswoche und im GEO-Magazin. In seinen populären Büchern schafft er einen verständlichen Zugang zur Welt der Hirnforschung. Er ist international ein gefragter Redner zu Themen wie „Neurobiologie, modernes Denken und Kreativität“ und unterstützt Firmen, innovative Organisationsstrukturen nach Vorbild des Gehirns zu schaffen.

 

Er lebt in Frankfurt am Main und arbeitet am dortigen Scene Grammar Lab zum Thema menschlichen Lernens.

13.15 - 14.15 Uhr

Prof. Dr. Markus Maier

Einflüsse von Geist auf Materie
... oder wie Gedanken Realität werden können 

 

Inhalt des Vortrags:
 

Der Vortrag befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen Geist und Materie aus wissenschaftlicher Sicht. Konkret wird der Frage nachgegangen, ob wir allein mit unseren Gedanken Realität erzeugen können. Dabei konzentrieren wir uns auf Realitäten, die nicht im Bereich unserer Verhaltenskontrolle liegen. Es geht also um geistige Beeinflussung von Ereignissen, die uns eigentlich zufällig zukommen müssten.

 

Der theoretische Ausgangspunkt ist dabei die Unus Mundus Theorie des Psychologen Carl G. Jung und des Quantenphysikers Wolfgang Pauli. Die Theorie liefert Hinweise darauf, dass unser Unbewusstes in der Lage ist das Zufallsrad unseres Lebens in entscheidenden Momenten zu beeinflussen (wobei das Ganze auch eine gewisse Eigendynamik enthält). Sie stellt eine Erweiterung der ursprünglichen Quantentheorie dar, an deren frühen Formulierung Pauli selbst federführend mitgewirkt hat. Der erweiterte Ansatz, die Unus-Mundus-Theorie, geht davon aus, dass Geist und Materie auf einer vorbewussten und quantenbasierten Ebene eine Einheit bilden. Der Akt der Messung bzw. der Bewusstwerdung eines Messergebnisses führt erst zur Aufspaltung in die Dualität „bewusster Geist“ und „klassische Materie“, als die wir die faktische Existenz unsere Welt wahrnehmen.

 

Während in der ursprünglichen Quantentheorie der Übergang von Quantenwelt zur klassischen Welt vom Zufall bestimmt ist, erlaubt die Unus-Mundus Theorie eine unbewusste Einflussnahme auf die Entstehung der Realität (=Synchronizität nach Jung). Wir selbst sind damit in der Lage, Realitäten wahr werden zu lassen, die unserer unbewussten Signatur entsprechen. Anhand der Präsentation von empirischen Studien zur Mikro-Psychokinese werden diese Wirkmechanismen verdeutlicht. Die Ergebnisse zeigen erstens, dass das Unbewusste –nicht unser bewusstes Wollen (!)- die Realität bestimmt, die eintreten wird und zweitens, dass diese Effekte einen oszillativen Charakter haben, also über die Zeit von positiven Resultaten ins Negative schwanken. Dies gilt sowohl für Stichproben auch als für Verläufe an Einzelfallanalysen. 


Zusammenfassend lässt sich auf der Grundlagen der bisherigen empirischen Befunde sagen, dass Geist und Materie wahrscheinlich nur zwei Realitätsaspekte einer gemeinsamen tieferen Basis darstellen und sich daraus dramatische Konsequenzen bezüglich des Verständnisses von unserer Existenz und bezüglich unserer Einflussmöglichkeiten und geistigen Verantwortung bei der Realitätswerdung ergeben.

 

 

 

Über den Referenten:

 

Er ist Professor für Allgemeine Psychologie mit den Schwerpunkten Motivation und Emotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

 

Vor seiner Berufung nach München war er als Professor für Psychologie an der New York State University at Stony Brook, USA, tätig. Seine Forschung basiert überwiegend auf experimentellen Arbeiten zur psychophysikalischen Wechselwirkung zwischen Geist und Materie. 

 

In seiner Arbeitsgruppe werden quantenmechanische Modelle des menschlichen Geistes unter besonderer Berücksichtigung unbewusster emotionaler und motivationaler Prozesse untersucht. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert.

15.15 - 16.15 Uhr

Dr. Boris Nikolai Konrad

 Superhirn! Neurowissenschaft außergewöhnlich guter Gedächtnisleistungen

So steigern Sie Ihre eigene Lernleistung dauerhaft und setzen Ihr Gedächtnis gezielt ein. 

 

 

Inhalt des Vortrags:

 

Menschen mit einem extrem guten Gedächtnis faszinieren uns. Gedächtniskünstler treten im Fernsehen auf und Bücher über Gedächtnistraining sind immer wieder mal auf Bestsellerlisten zu finden. Trotzdem: die Mnemotechniken bleiben eher unbekannt, obwohl sie erstaunliches ermöglichen. Leistungen wie das Einprägen einer Zahl mit 500 Ziffern oder dem Lernen der Namen von mehr als 100 Personen in fünf Minuten basieren hierauf.

In der älteren wissenschaftlichen Literatur findet man eine Menge Einzelfallstudien und wenige Gruppenstudien, die beweisen, dass die Techniken funktionieren und von fast allen Menschen erlernt werden können. In den letzten Jahren haben Neuroimaging-Studien den neuronalen Hintergrund von überragende Gedächtnisleistungen (etwas) entschlüsseln können. Das Aufkommen des Gedächtnissports mit Meisterschaften hat eine Reihe von Gedächtnissportlern hervorgebracht, die die Weltrekorde für Gedächtnisleistungen weiter Jahr für Jahr in die Höhe schrauben und so eine äußerst interessante Gruppe von Personen für die Forschung darstellen.

Dr. Boris Nikolai Konrad, wird den Stand der Forschung zu außergewöhnlichen Gedächtnisleistungen aufzeigen und erklären, was beim Gedächtnistraining im Gehirn passiert. Er wird auch selbst zeigen, wozu ein trainiertes Gedächtnis fähig ist und die Grundlagen der Mnemotechniken wie etwa der Locimethode vorführen, die einen sofortigen Erfolg beim Lernen und Merken ermöglichen.

Er verspricht: Sie werden mindestens zweimal mächtig staunen. Das erste Mal, bei seiner Gedächtnisvorführung. Das zweite Mal, wenn Sie selbst sofort Gedächtnisleistungen vollbringen, die Sie zuvor für unmöglich gehalten haben!

 

 

Über den Referenten:

 

Er ist Neurowissenschaftler am Donders Institut für Gehirn, Kognition und Verhalten in Nijmegen (Niederlande), wo er derzeit neuronale Korrelate außergewöhnlich guter Gedächtnisleistungen, Gedächtnistraining und die Auswirkungen moderner Technologie auf unser Gehirn erforscht.

 

Seine Forschung über die Gehirne der Gedächtnissportler ist in angesehen Fachjournalen hochrangig publiziert und auch in der populären Presse viel gefragt.

 

Er ist dabei kein reiner Theoretiker. Im Gegenteil: Achtmal gewann er selbst mit dem deutschen Team die Gedächtnisweltmeisterschaft, stellte vier Guinness-Weltrekorde auf, wurde vom ZDF zu „Deutschlands Superhirn“ gekürt und war Gast in nationalen Fernsehshows u.a. in China, Japan, Russland, der Türkei und in vielen europäischen Ländern.

 

Sein populärwissenschaftliches Buch „Alles nur in meinem Kopf“ über die Neurowissenschaft von Lernen und Gedächtnis wurde bisher in fünf Sprachen übersetzt und stand u.a. in der Niederlande auf der nationalen Bestsellerliste.

16.15 - 17.15 Uhr

Prof. Dr. Tanja Singer

Die mentale Schulung von Geist und Herz aus der Perspektive der Sozialen Neurowissenschaften

 

Inhalt des Vortrags:

 

Achtsamkeit und emotionale Intelligenz sind zu einem omnipräsenten Thema geworden: Es gibt Achtsamkeitskurse und Achtsamkeits-Apps; Achtsamkeit sowie sozio-emotionales Lernen werden in Schulen, im Gesundheitswegen und Unternehmen gelehrt. Doch wissen wir wirklich, was unter diesen Begriffen alles zu fassen ist und wie man diese verschiedenen Fähigkeiten trainiert? In den letzten Jahren hat die soziale Neurowissenschaft angefangen, das soziale Gehirn in seine Einzelbausteine zu zerlegen und verschiedene neuronale Routen für Fähigkeiten wie Empathie, Mitgefühl und Perspektivenübernahme aufzuzeigen.

 

Auch in den verschiedenen kontemplativen Traditionen unterscheidet man zwischen vielen mentalen Schulungsformen, die sich sowohl in ihrer Ausrichtung als auch ihren Effekten unterscheiden. In diesem Vortrag werde ich das ReSource Projekt als ein 9-monatiges, säkulares mentales Trainingsprogramm vorstellen, in dessen Verlauf der Effekt verschiedener mentaler Trainingspraktiken an mehr als 300 Personen wissenschaftlich untersucht wurde. Können Achtsamkeit sowie soziale Kompetenzen wie Empathie, Mitgefühl und Perspektivübernahme trainiert werden und wie äußern sich trainingsbedingte Veränderungen im Gehirn, im subjektiven Erleben, in Gesundheit und im Kooperationsverhalten?

 

In diesem Vortrag werde ich wissenschaftliche Evidenz dafür aufzeigen, dass das Schulen von Aufmerksamkeit zu anderen plastischen Hirnveränderungen sowie Verhaltensveränderungen führt als z. B. das tägliche Praktizieren von Mitgefühl oder Perspektivenübernahme auf Selbst und Andere. Ähnliche differenzielle Trainingseffekte finden sich auch für unsere Kooperationsfähigkeit oder der sozialen Stressreduktion. Ich werde dann Ansätze für die Übertragung dieser wissenschaftlich erwiesenen Trainingsprogramme in verschiedene Arme der Gesellschaft und der Arbeitswelt vorstellen.

 

 

Über die Referentin:

 

Sie ist Leiterin der Max Planck Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften in Berlin. 

 

Von 2010 bis 2018 war sie Direktorin der Abteilung soziale Neurowissenschaften am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig.

 

Sie ist Begründerin und Leiterin des ReSource Projektes, einer vom European Research Council mitfinanzierten, großangelegten Langzeitstudie über die Effekte mentalen Trainings auf Geist, Gehirn, Verhalten und Gesundheit. Sie untersuchen wie Erkenntnisse aus der Biologie und Psychologie die omnipräsente Idee vom Homo oeconomicus überwinden und neue Wirtschaftsmodelle in Bezug auf Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung bewirken können. 

 

Im Rahmen Ihrer langjährigen Mitgliedschaft im Mind and Life Institut organisierte Sie auch zusammen mit Matthieu Ricard zwei große Konferenzen mit dem Dalai Lama 2010 in Zürich und 2016 in Brüssel, aus denen zwei Bücher hervorgegangen sind: Mitgefühl in der Wirtschaft und die Macht der Fürsorge. 

 

Sie ist außerdem Autorin von mehr als 150 wissenschaftlichen Fachartikeln und Buchkapiteln.

18.15 - 19.15 Uhr

Prof. Dr. Christof Koch

Team Science, Big Science und Open Science im Dienste der menschlichen Neurowissenschaften

Ein großes Experiment in der Soziologie der Neurowissenschaften

 

 

Inhalt des Vortrags:
 

Im Jahr 2012 startete das Allen Institute for Brain Science, eine gemeinnützige medizinische Forschungsorganisation, eine ehrgeizige 10-jährige Initiative, um die Struktur und Funktion des Neokortex bei Menschen und Mäusen in einer groß angelegten Untersuchung zu verstehen.

 

Seitdem haben wir Pipelines mit hohem Durchsatz eingerichtet, um die Morphologie, Elektrophysiologie und das Einzelzelltranskriptom von Zelltypen sowie deren synaptische Verbindungen in der Labormaus und im menschlichen Neokortex basierend auf neurochirurgisch ausgeschnittenem Gewebe umfassend zu charakterisieren. Dies ermöglicht es uns, eine Taxonomie von Hunderten von Zelltypen in diesen beiden Arten zu konstruieren. Darüber hinaus haben wir Gehirnobservatorien gebaut, um die Aktivitäten von 10.000 Neuronen im gesamten visuellen Kortex in verhaltenen Mäusen abzubilden, ihre elektrischen Aktivitäten aufzuzeichnen und ihre Konnektivität auf ultrastruktureller Ebene zu analysieren.

 

Wir konstruierten biophysikalisch detaillierte sowie vereinfachte Computersimulationen der Neuronen, verknüpften sie mit dem kortikalen Kreislauf, lieferten ihnen realistische visuelle Eingaben und verglichen ihre Feueraktivitäten mit unseren beobachteten funktionellen Maßnahmen. Jeder kann uneingeschränkt über unser Datenportal (www.brain-map.org) auf diese Daten zugreifen. Diese Erfolge können auch als Experiment in der Soziologie der Biologie betrachtet werden.

 

 

Über den Referenten:

 

Er ist ein deutsch-amerikanischer Neurowissenschaftler, der vor allem für seine Studien und Schriften bekannt ist, die die Grundlagen des Bewusstseins erforschen. 

 

Er wurde als Physiker ausgebildet und war 27 Jahre lang Professor für Biologie und Ingenieurwesen am California Institute of Technology in Pasadena. Er arbeitete an den Schnittstellen zwischen biologischer und künstlicher Intelligenz, insbesondere im Bereich der visuellen Wahrnehmung. 

 

Er ist der Präsident und Chefwissenschaftler des Allen Institute for Brain Science in Seattle. Auf der Suche nach dem physischen Substrat des Geistes veröffentlichte er vor mehr als 25 Jahren seine erste Arbeit über die neuronalen Korrelate des Bewusstseins mit dem Molekularbiologen Francis Crick.

 

Sein neuestes Buch ist "Das Gefühl des Lebens - Warum Bewusstsein weit verbreitet ist, aber nicht berechnet werden kann"

Programmablauf

 

12.00 - 12.15 Uhr Opening

12.15 - 13.15 Uhr Dr. Henning Beck

13.15 - 14.15 Uhr Prof. Dr. Markus Maier

14.15 - 15.00 Uhr Pause

15.00 - 15.15 Uhr Show act

15.15 - 16.15 Uhr Dr. Boris Nikolai Konrad

16.15 - 17.15 Uhr Prof. Dr. Tanja Singer

17.15 - 18.00 Uhr Pause

18.00 - 18.15 Uhr Show act

18.15 - 19.15 Uhr Prof. Dr. Christof Koch

19.15 - 19.30 Uhr Finale

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